
Die Weiblichkeitsbilder in der deutschsprachigen Erzählliteratur von Autorinnen iranischer Herkunft
Somaiyeh Mohammadi
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Diese Arbeit thematisiert zeitgenössische Romane von Autorinnen iranischer Herkunft, darunter Shirin Kumm, Fahimeh Farsaie und Sudabeh Mohafez. Mit Blick auf die Geschichte der iranischen Frauenbewegung und der darin erzählerisch vermittelten Weiblichkeitsbilder fragt sie, inwieweit in diesen Romanen die Darstellung des Iran und der muslimischen Frau westliche Stereotype bedient und inwieweit dies Produkt bewusster Entscheidung und ästhetischer Gestaltung ist. Schritt für Schritt vollzieht die Arbeit kritisch nach, dass und mit welchen literarischen Mitteln die heterogenen Werke dieser Autorinnen politische Maßstäbe des Gastlands antizipieren und so letztlich als literarische Fiktion der öffentlichen Beglaubigung politischer Vor-Urteile dient.
Inhalt:
Zur historischen Rolle der Frau im Iran
Zur Konstruktion weiblicher Autorschaft in der modernen iranischen Erzählliteratur
Literaturanalysen:
Shirin Kumm: „Royadesara“ (2003)
Sudabeh Mohafez: „Vor Allâhs Thron“ (2004)
Fahimeh Farsaie: „Eines Dienstags beschloss meine Mutter Deutsche zu werden“ (2006)
Jeannine Samadzadeh (Shani Katayun): „Augen in Teheran. Drei Schwestern zwischen Iran und Deutschland“ (2008)
Noshin Shahrokhi: „Unerfüllte Träume einer Iranerin“ (2008)
May Atashkar: „Ein Himmel tausend Sterne“ (2012)
Schlussbetrachtung
Somaiyeh Mohammadi: Die Weiblichkeitsbilder in der deutschsprachigen Erzählliteratur von Autorinnen iranischer Herkunft. Berlin 2018 (= InterLit 16)