Fräuleinwunder

Zum Literarischen Nachleben eines Labels

Hrsg. von Christiane Caemmerer, Walter Delabar und Helga Meise

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Die Beiträge dieses Bandes untersuchen, was aus Judith Hermann, Karen Duve, Juli Zeh und den vielen anderen Autorinnen geworden ist, die um die Jahrtausendwende unter dem Markenzeichen «Fräuleinwunder» Furore machten. Wer schrieb weiter und welche Formen haben die Autorinnen benutzt, welche literarischen Profile und Karrieren haben sich ergeben, nachdem der Hype vorbei war? Der Band verbindet iterative Bestandsaufnahmen und Beschreibungen des Status quo – 15 Jahre später.

Inhalt:
Christiane Caemmerer, Walter Delabar, Helga Meise: „Fräuleinwunder“ – Eine Welle, ein Label und die Folgen. Eine Einleitung
Anne Fleig, Anna-Lena Scholz: Das Fräuleinwunder auf der Durchreise. Olga Grjasnowas Romane und ihre Rezeption
Carola Hähnel-Mesnard: Geschichte und Zeiterfahrung in der Prosa von Julia Schoch
Eva Kormann: Kathrin Röggla und die Wunder des Feuilletons
Herta Luise Ott: „…ganz schön absurd, das ganze wording…“ Kathrin Rögglas Schreiben unter dem Zeichen des Verlusts von Wirklichkeit
Carola Hilmes: Kunst als Raum der Selbstverwirklichung. Shanghai Performance von Silke Scheuermann
Katrin Dautel: Stadt, Land, Meer. Topographische Lektüren ausgewählter Romane von Karen Duve und Jenny Erpenbeck
Urania Milevski: (Nicht) So tun, als sei die Welt bestens eingerichtet. Karen Duves Taxi als intermediales Archivierungsprojekt
Volker Mergenthaler: „Brautstrauß gefangen“ – Judith Hermanns Aller Liebe Anfang
Ulrike Leuschner: Judith Hermann, Schriftstellerin und Medienfigur
Michael Braun
Short Cuts. Oder: Wie das „Fräuleinwunder“ in den Film kommt (189)
Luise Hertwig: Le miracle de la jeune littérature féminine? Das „Literarische Fräuleinwunder“ und der Literaturtransfer nach Frankreich
Walter Delabar: Wahr, irgendwie wahr oder sollte wahr sein. Juli Zehs Simulationsversuche im Umfeld des Romans Unterleuten

 

Fräuleinwunder. Zum Literarischen Nachleben eines Labels. Hrsg. von Christiane Caemmerer, Walter Delabar und Helga Meise. Frankfurt/M.: Peter Lang Verlag 2017 (=InterLit 15).